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Musikwirtschaftsstudie in Hamburg vorgestellt

Die Verbände der Musikwirtschaft haben sich erstmals in einer Kooperation zusammengeschlossen, um alle marktrelevanten Daten der unterschiedlichen Musikwirtschaftsbereiche zu ermitteln. Die Studie wurde beim Musikdialog am 23. September 2015 in Hamburg präsentiert.

> Pressemitteiliung

Musikwirtschaft ist erheblicher Wirtschaftsfaktor

Die Teilbranchen der deutschen Musikwirtschaft haben im Jahr 2014 insgesamt elf Milliarden Euro umgesetzt. Mit insgesamt 127.000 Selbständigen und Arbeitnehmern übertreffen sie die Erwerbstätigenzahlen jeder anderen Medienbranche. Die Bruttowertschöpfung lag dabei 2014 mit rund 3,9 Milliarden Euro sogar über der von Filmwirtschaft, Radioveranstaltern, Buch- oder Zeitschriftenverlagen. Innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft leistet die Musikwirtschaft damit einen bedeutenden Beitrag zur Einkommensentstehung. Innerhalb der sieben Teilbranchen der Musikwirtschaft wiederum haben die „Musikveranstaltungen“ (27%) und „Musikaufnahmen“ (22%) die höchste Bruttowertschöpfung, gefolgt von den Bereichen „Musikinstrumente“ (19%), „Kreative“ (15%), „Musikunterricht“ (10%), „Musikverlage“ (5%) und „Verwertungsgesellschaften“ (2%).

Dies sind Ergebnisse der Studie „Musikwirtschaft in Deutschland“, die im September 2015 im Hamburger Rathaus im Vorfeld des „Musikdialogs“ vorgestellt wurde und mit der nun erstmals fundierte Zahlen des musikwirtschaftlichen Gesamtmarktes mit seinen wichtigsten Teilsektoren vorliegen. Die Untersuchung wurde vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (IfKWJ) unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Seufert durchgeführt. Auftraggeber sind in Kooperation die wichtigsten Verbände der Musikwirtschaft, Förderer die Freie und Hansestadt Hamburg und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Ziel der Studie war es unter anderem, vorhandene Informationslücken in den Daten des statistischen Bundesamtes zur wirtschaftlichen Lage der Selbständigen und Unternehmen der deutschen Musikwirtschaft zu schließen, die Aussagekraft bereits bestehender Studien zu vervollständigen und damit die tatsächlichen Branchenrealitäten abzubilden. Zum anderen sollte erstmals für die gesamte Musikwirtschaft berechnet werden, welchen Beitrag zur Einkommensentstehung und Beschäftigung die Branche absolut gesehen, aber auch im Vergleich zu anderen Medienzweigen leistet. Zu diesem Zweck wurde eine breit angelegte Online-Befragung durchgeführt. Erhoben wurden jeweils Daten zum Aktivitätsspektrum der Unternehmen, zu ihren Gesamterträgen und einzelnen Ertragsarten sowie zu ihren Gesamtkosten und einzelnen Kostenarten im Jahr 2014. Bei der Abfrage der Beschäftigtenzahl wurde nach Art des Beschäftigtenverhältnisses differenziert. An der Umfrage zwischen Mitte März und Ende Juni 2015 beteiligten sich rund 1.300 Unternehmen mit Gesamtumsätzen von über fünf Milliarden Euro.

Die Studie steht auf den Websites der herausgebenden Verbände, der Stadt Hamburg und der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung zum Download zur Verfügung:

Download:
> Musikwirtschaftsstudie 2015

 


Die Branche in Zahlen, Daten und Fakten

Der bdv und sein Medienpartner „musikmarkt“ haben die aktuelle GfK-Studie 2013 zum Live Entertainment-Markt veröffentlicht.

> Pressemitteilung

GfK-Marktstudie 2013 weist Wachstum aus

Für den deutschen Konzert- und Veranstaltungsmarkt stehen die Zeichen auf Wachstum. Das Jahr 2013 konnte das schwächere Vorjahresergebnis eindrucksvoll korrigieren. Das belegt die aktuelle im Auftrag des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft (bdv) und des Branchenmagazins musikmarkt erstellte Veranstaltungsmarktstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Demnach stieg der Umsatz der gesamten Branche um satte 15 Prozent auf insgesamt 3,822 Milliarden Euro, was einem Plus von 500 Millionen Euro entspricht.

Getrieben wurde dieses Wachstum nicht zuletzt von einer Zunahme der Veranstaltungsbesucher um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr (32,9 Millionen Besucher). Vor dem Hintergrund eines um 10 Prozent gesteigerten Ticketverkaufs (insgesamt 120,6 Millionen) bedeutet dies einen Durchschnittswert von 3,7 Veranstaltungen pro Besucher. Erhöhte Ticketkosten trugen somit nur zu einem Teil zum Umsatzwachstum bei. Die durchschnittlichen Ausgaben pro Ticket fielen mit einer Steigerung um fünf Prozent von 30,20 Euro auf 31,70 Euro eher moderat aus. Insgesamt wurde beobachtet, dass der Umsatzanteil im Mix von Musikveranstaltungen und Nicht-Musikveranstaltungen stärker zur Musik tendiert: Der Studie zufolge machte der Anteil von Musikveranstaltungen 2013 mehr als 70 Prozent aus. Fest steht allerdings, dass beide Bereiche vom Besucherplus des Ge-samtmarktes spürbar profitieren konnten.

Die Studie liefert auf fast 60 Charts umfangreiches Zahlenmaterial zum Live Entertainment in Deutschland.

Die Gesamtstudie können Sie im bdv-Shop bestellen.