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KSK-AUSGLEICHSVEREINIGUNG

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GEMA

VERWERTUNGSGESELLSCHAFT

 

 

Gesamtvertragsrabatte für Verbandsmitglieder

Der Bundesverband ist Tarifpartner der GEMA. Aufgrund eines mit der GEMA geschlossenen Gesamtvertrages erhalten Verbandsmitglieder einen Rabatt in Höhe von 20 Prozent auf alle Tarife.

Der Justiziar des bdv erteilt den Mitgliedern jederzeit Auskunft zu Details und Anwendungsfragen des neuen Tarifes U-K sowie zu allen anderen veranstaltungsrelevanten GEMA-Tarifen.


Abschluss der Tarifverhandlungen

Der dreijährige Tarifstreit des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft e.V. (bdv) und des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen e.V. (VDKD) mit der GEMA, der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte, über die Fortsetzung ihres Ende 2014 ausgelaufenen Tarifvertrags im Bereich der Konzertveranstaltungen mit Unterhaltungsmusik wurde im Oktober 2017 erfolgreich abgeschlossen. Die Veranstalterverbände und die GEMA unterzeichneten einen neuen Gesamtvertrag und eine Tarifvereinbarung. Hierdurch tritt zum 1. Januar 2018 ein neuer Tarif U-K in Kraft, der in wesentlichen Punkten dem bis Ende 2014 geltenden Tarif gleicht. Vorangegangen waren intensive Verhandlungen, die Einleitung eines Schiedsstellenverfahrens beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) in München durch die beiden Verbände der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft und der Einigungsvorschlag der Schiedsstelle.

Auf der Grundlage des Schiedsspruches konnten die Veranstalter die Tariferhöhungsverlangen der GEMA, die zum 1. Januar 2016 eine generelle tarifliche Vergütung von 10% festgesetzt hatte, erfolgreich abwehren. Dazu zählte insbesondere die Kernforderung der Verwertungsgesellschaft, auch den Tarif für Kleinveranstaltungen bis 2.000 Besucher entsprechend zu erhöhen.


Tarifvereinbarung und Tarifsätze

Die aktuelle Tarifvereinbarung U-K läuft bis zum 31.12.2021 und verlängert sich danach jeweils um ein Jahr, soweit sie nicht von einem Vertragspartner gekündigt wird. Die einzelnen Bestandteile des Gesamtvertrags und der Vergütungssätze U-K wurden dabei als Gesamtlösung
verhandelt und vereinbart. Es wurde festgeschrieben, dass sich die Vergütungssätze U-K auch im Falle einer Kündigung des Gesamtvertrags ohne eine wesentliche Veränderung der Verwertungsvorgänge nicht verändern.

Nachdem die Schiedsstelle auch bezüglich der Bemessungsgrundlage der Argumentation der Veranstalter gefolgt war, orientieren sich die Tarifsätze zukünftig nicht mehr am Brutto-Umsatz incl. Umsatzsteuer sondern am Netto-Veranstaltungsumsatz. Sie staffeln sich – wie bisher – an den Besucherzahlen und betragen zukünftig:

→ bis zu 2.000 Personen 5,75 % des Netto-Umsatzes
→ bis zu 15.000 Personen 7,60 % des Netto-Umsatzes
→ über 15.000 Personen 8,00 % des Netto-Umsatzes