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KSK-AUSGLEICHSVEREINIGUNG

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Künstlersozialabgabe: Zahlung über den Verband

Der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft bietet seinen Mitgliedern die Abwicklung und Zahlung der Künstlersozialabgabe pauschaliert und unmittelbar über den Verband. Dazu hat der bdv eine vom Bundesversicherungsamt genehmigte Ausgleichsvereinigung mit der KSK geschlossen.

Fachabteilung des bdv: die KSK-Ausgleichsvereinigung

Die auf § 32 KSVG beruhende Ausgleichsvereinigung (AV) räumt Mitgliedern das Recht ein, die Aufbringung der Künstlersozialabgabe abweichend von den allgemeinen Regelungen des Gesetzes zu gestalten. Die seit 2009 unter dem Namen ‚Ausgleichsvereinigung Veranstaltungswirtschaft’ geführte AV ist eine nicht rechtsfähige Fachabteilung des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft. Bei der AV orientiert sich die Bemessungsgrundlage für die Abgabenzahlung nicht mehr an den gezahlten Entgelten sondern am Unternehmensumsatz.

Sie errechnet sich dabei unter Anwendung eines für jeden AV-Teilnehmer individuell ermittelten vom-Hundert-Satzes des bilanzierten Unternehmensumsatzes. Auf diese Bemessungsgrundlage wird sodann der jährlich durch die KSK festgesetzte Abgabesatz angewandt.

Der Berechnungsfaktor ergibt sich nunmehr aus dem Durchschnitt der Entgeltzahlungen der letzten drei Jahre vor Beitritt zur AV. Diese Zahl wird dann ins Verhältnis zu dem Durschnitt der Umsätze jener Jahre gesetzt. Danach wird der jährliche Umsatz zukünftig mit dem auf diese Weise ermittelten individuellen Prozentsatz und dann mit dem aktuellen KSK-Abgabesatz multipliziert. Daraus berechnet sich schließlich die konkrete Höhe der Künstlersozialabgabe.

Für Unternehmen, die zum Zeitpunkt des Beitritts noch keine drei Jahre bestehen, sind Bemessungsgrundlage der Künstlersozialabgabe (§ 25 KSVG) die tatsächlich vom Mitglied gezahlten abgabepflichtigen Entgelte. Sobald für das Mitglied Meldungen und Umsätze für drei Kalenderjahre vorliegen, wird der individuelle Prozentsatz wie beschrieben ab Beginn des laufenden Jahres festgesetzt.

Die wesentlichen Vorteile der Teilnahme an einer Ausgleichsvereinigung sind:

  • erhebliche Verwaltungsvereinfachung durch umsatzbezogene pauschale Berechnung der Künstlersozialabgabe;
  • Aufzeichnungspflichten nach § 28 KSVG entfallen;
  • bei Mitgliedern einer AV werden grundsätzlich keine Betriebsprüfungen durchgeführt;
  • die finanzielle Belastung durch die Künstlersozialabgabe kann von den abgabepflichtigen besser kalkuliert werden;
  • Konflikte bei der Beurteilung der Abgabepflicht entfallen.

Die Teilnahme an der AV Veranstaltungswirtschaft setzt die Mitgliedschaft im Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft voraus.