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Auf dieser Seite finden Sie vom bdv herausgegebene Presseartikel der vergangenen Jahre.


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2011

07.11.2011:

> Veranstalter gründen eigene Verwertungsgesellschaft

12.05.2011:
> Marek Lieberberg nimmt Stellung zur LEA-Kritik

21.03.2011:
> Das Ende der Drahtlos-Mikrofone?
Gemeinsame Pressemitteilung des bdv und des VPLT

03.02.2011:
> Veranstalter und GEMA haben sich geeinigt
Gemeinsame Pressemitteilung der Verbände und der GEMA


2010


2009


2008

14.10.2008:
> I.F.S.U. schließt sich dem Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft an.

02.06.2008:
> Gemeinsame Pressemitteilung der Veranstalterverbände
Verbände der Konzertwirtschaft kritisieren Novellierungsentwurf der beschränkten Steuerpflicht

08.02.2008:
360-Grad? Wenn schon, dann aber bitte nicht im Zickzack-Kurs!
Veranstaltungswirtschaft rät Tonträgerwirtschaft zu Koordinierungsgesprächen

Veranstaltungswirtschaft rät Tonträgerwirtschaft zu Koordinierungsgesprächen
„Die deutschen Konzert- und Tourneeveranstalter beobachten zunehmend immer bizarrere Konstruktionen, mittels derer Unternehmen der Tonträgerwirtschaft derzeit eine Teilhabe an Veranstaltungseinnahmen anstreben“, berichtet Rechtsanwalt Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft. Einige Beteiligungsforderungen seien derart absurd, dass sie hoffentlich von keinem der Beteiligten akzeptiert werden, erklärte der Vertreter der deutschen Konzert- und Tourneeveranstalter in Hamburg.
Die Tonträgerindustrie beansprucht zunehmend einen Anteil an allen Wertschöpfungen ihrer Künstler. Da sie hier neben dem Live-Geschäft auch das Management sowie das Verlags- und Merchandising–Geschäft im Visier hat, wurde neuerdings der Begriff des ‚360-Grad-Modells’ geprägt.

„Da wird von Managern eine Beteiligungszusage an den Live-Einnahmen gefordert, obwohl der Vertrag zwischen Tonträgerhersteller und Künstler eine solche Beteiligung gar nicht vorsieht“, so Michow. Um den Umweg über den Künstler abzukürzen, solle der Veranstalter nach den Plänen einiger Plattenfirmen 2-3 Euro auf jedes Ticket draufschlagen und diesen Betrag direkt an den Tonträgerhersteller abführen. Michow: „In anderen Fällen sollen Beteiligungen bis zu 15% an allen Einnahmen und geldwerten Leistungen gezahlt werden, die dem Künstler aus seinen Deals mit Veranstaltern zufließen“. Auch sei schon der Versuch unternommen worden, Produktionskosten möglichst schnell durch einen vorläufigen Anteil von mehr als 50% an den Veranstaltungseinnahmen zu recoupen, der dann nach Einspielung der Investitionen allerdings auf ‚moderate’ 20% herabgesetzt werden könne.

Die Veranstaltungswirtschaft habe mit Bedauern zur Kenntnis genommen, dass es der Tonträgerwirtschaft in den letzten Jahren nicht gelungen ist, die wirtschaftlichen Probleme durch Konzentration auf das Kerngeschäft in den Griff zu bekommen. Folge der Krise seien nun die Versuche, Produktionskosten durch Teilhabe an der gesamten Wertschöpfungskette rund um den Künstler zu amortisieren, erklärte der Veranstalter-Präsident. Diese Bemühungen könnten nur erfolgreich sein, wenn die Plattenfirmen entsprechende Vereinbarungen mit ihren unmittelbaren Vertragspartnern schlössen. “Versuche der Tonträgerbranche, in Künstlerverträge Verpflichtungen zu Lasten zukünftiger Veranstaltungspartner zu integrieren, seien als ‚Verträge zu Lasten Dritter’ ebenso unwirksam wie Wucherbeteiligungen von über 50 Prozent oder Beteiligungsverlangen, mit denen sich die Branche über ihre Verträge mit den Künstlern hinwegsetzt”, erläutert Rechtsanwalt Michow.

Für die Veranstaltungswirtschaft bietet der Branchenvertreter nun Gespräche an, um Rahmenbedingungen für “allseits akzeptable Beteiligungsmodelle” zu finden. Grundsätzlich müsse aber klar sein, dass es nicht um die Verteilung von Veranstaltereinnahmen gehe. „Die Tonträgerwirtschaft muss ihren Vertragspartnern, den Künstlern, zunächst einmal erklären, dass sie an dem ‚Kuchen’ des Künstlers, nicht etwa des Veranstalters teilhaben wolle”, betont Michow. Die Einnahme des Veranstalters stehe ebenso wenig zur Disposition wie ein ‚Tonträgergroschen’, der zugunsten der Schallplattenproduzenten seitens der Veranstalter auf den Ticketpreis aufgeschlagen werde. „Dem Versuch, das Problem erneut durch eine Erhöhung der Eintrittspreise – mithin auf den Schultern der Konsumenten – zu lösen, werden wir mit allem Nachdruck entgegentreten“, prophezeit Michow.

Michow plädiert daher für Gespräche aller Beteiligten. Zwischen den beiden Branchen abgestimmte Rahmenvereinbarungen oder Handlungsempfehlungen seien zwar weder für den einzelnen Tonträgerhersteller noch für den Veranstalter bindend. Dennoch gehe es jetzt darum, ein Vertragsmuster zu entwickeln, das den Konsens von Branchenverbänden und Künstlervertretern findet und bei dem davon ausgegangen werden kann, dass es rechtlich unbedenklich ist.
Warnend wendet sich Michow an die Künstler: Tonträgerhersteller, die im erheblichen Umfang in die Karriere etwa von Newcomern investiert haben, können ihr ‚Return of Investment’ heute möglicherweise tatsächlich nicht mehr allein aus der Vermarktung der Aufnahmen erzielen. Die Künstler sollten allerdings sehr sorgfältig darüber nachdenken, welche ihrer Rechte bei Tonträgerdeals weggegeben bzw. eingeschränkt würden. „Ein zu großer Einfluss der Tonträgerwirtschaft gefährdet die bewährten Kontrollmechanismen zwischen Managern, Verlagen und Plattenfirmen. Ein Verlust dieser Mechanismen wäre für den erfolgreichen Aufbau neuer Künstler außerordentlich kontraproduktiv“.


2007

18.09.2007:
> Erfolgreicher Kongress “Kultur- u. Wirtschaftsfaktor Live-Entertainment”
In Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und dem Beauftragten für Kultur und Medien veranstaltete der Bundesverband den Kongress “Kultur- und Wirtschaftsfaktor Live-Entertainment“”

13.08.2007:
> “Regierung macht Tickets für Konzerte teurer”
Stellungnahme von Verbandspräsident Jens Michow zum BILD-Artikel vom 13.08.07

18.07.2007:
Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft gibt neue Studie über den Veranstaltungsmarkt in Auftrag

Seit 1995 nunmehr zum vierten Mal hat der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (idkv) in Zusammenarbeit mit dem Branchenmagazin ‚musikmarkt+musikmarkt.LIVE!’ bei dem Nürnberger Marktforschungsunternehmen GfK Panel Services eine Studie über das Konsumverhalten von Veranstaltungsbesuchern sowie die Umsätze der Branche in den diversen Veranstaltungssparten des Live Entertainments in Auftrag gegeben.

„Seitdem unser Verband 1995 zum überhaupt ersten Mal statistische Zahlen über die Veranstaltungswirtschaft ermitteln ließ und unsere letzte Studie aus dem Jahr 2003 stammt, steigt die Nachfrage insbesondere der Medien nach ständig aktuellen Daten ununterbrochen“ berichtet Jens Michow, Präsident des Bundesverbandes. „Die Ergebnisse der neuen Studie erwarten wir mit besonderem Interesse, da wir diesmal auch Antworten zur Effizienz aktueller Ticket-Vertriebswege, der Veranstaltungswerbung im Internet sowie der Abhängigkeit von Konzertbesuchen und Tonträgerkäufen erwarten.

Die Studie wird im Rahmen des Fachkongresses ‚Kultur- und Wirtschaftsfaktor Live-Entertainment’ veröffentlicht, den der Bundesverband am 18. September in Berlin als Auftakt zur diesjährigen Popkomm, der internationalen Messe der Musikwirtschaft veranstaltet. Der Kongress findet statt mit Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie des Beauftragten für Kultur und Medien. Kooperationspartner des Kongresses sind das Branchenmagazin ‚musikmarkt+musikmarkt LIVE!’ sowie die Popkomm.

„Vom Beauftragten der Bundeskanzlerin für Angelegenheiten der Kultur und der Medien, Herrn Staatsminister Bernd Neumann, haben wir soeben die Zusage erhalten, dass er unseren Kongress mit einer Ansprache eröffnen wird“ freut sich Verbandspräsident Michow. Im Anschluss daran wird Frau Staatssekretärin Dagmar Wöhrl vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie die Kongressteilnehmer über das aktuelle Engagement des Ministeriums im Bereich der Kreativwirtschaft in Deutschland informieren“.

Inhaltlich wird sich der Kongress mit drei zentralen Brennpunkten der gesetzlichen Rahmenbedingungen der Branche auseinander setzen: der Zukunft der beschränkten Steuerpflicht im Lichte der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes, diversen aktuellen umsatzsteuerrechtlichen Problemen der Branche sowie der Künstlersozialabgabepflicht bei der Zusammenarbeit mit ausländischen Tourneeproduzenten sowie bei Veranstaltungen im Ausland. Dazu hat der Verband neben zahlreichen renommierten Branchenexperten aus ganz Europa als Gesprächspartner u.a. Herrn Volker Heydt als Vertreter der Europäischen Kommission sowie die Staatssekretärin Frau Dr. Barbara Hendricks vom Bundesministerium für Finanzen und Herrn Staatssekretärs Heinrich Tiemann vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales als Gesprächspartner gewinnen können.

27.02.2007:
Neuer IDKV-Vorstand konstituiert sich

Am 27. Februar traf sich in Hamburg der im November neu gewählte Vorstand des Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (idkv) zu seiner konstituierenden Sitzung.

„Ich bin stolz darauf, erneut ein derart erfahrenes und engagiertes Team hinter mir zu haben“ resümiert idkv-Präsident Michow die Sitzung. Und weiter: „Jedes der sechs Vorstandsmitglieder des Verbandes repräsentiert eine Sparte des Veranstaltungsmarktes: Michael Schacke (Undercover Entertainment) spricht im Vorstand für den Tourneebereich, Burghard Zahlmann (Concertbüro Zahlmann) ist Örtlicher Veranstalter, Dieter Weidenfeld ist Künstlermanager, Roland Forster repräsentiert den zunehmend an Gewicht gewinnenden Bereich Kabarett/Wort, Annette Meisl (LaGala) und Moni Breu (ML Musikmarketing) setzen sich vornehmlich für die Belange der Künstler- und Eventagenturen ein. Diese Vielfalt gewährleistet eine wirklich umfassende Interessenvertretung der gesamten Branche“.

„Wir haben uns bereits für dies Jahr eine ganze Menge vorgenommen“ berichtet Michow weiter. So wird der Bundesverband als Auftakt zur Popkomm am 18. September 2007 in Berlin die dritte Auflage des Kongresses ‚Musik als Wirtschaft’ veranstalten. „Der Kongress wird sich diesmal mit den vielen nach wie ungelösten Probleme rund um die Besteuerung von Künstlern und Veranstaltern beschäftigen“, so Michow.

Ferner wird der Bundesverband auch in diesem Jahr wieder einen Gemeinschaftsstand auf der Popkomm ausrichten, auf welchem die Mitglieder die Möglichkeit zur Präsentation erhalten.

Schließlich wird im Oktober die diesjährige Mitgliederversammlung des Verbandes stattfinden, die ja bereits seit langem weit mehr ist als lediglich die Abarbeitung einer verbandsinternen ‚To-Do-Liste’. „Unsere Versammlungen sind traditionell Veranstaltungen, die nicht lediglich den Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern, sondern durch die Vorträge diverser Referenten der Fortbildung dienen und sich regelmäßig als sehr nützlich für die tägliche Arbeit erwiesen haben“, sagt Michow.


2006

15.11.06
Bundesministerium der Finanzen sichert Nachbesserung des ermäßigten Umsatzsteuersatzes im Konzertgeschäft zu

Gemäß Mitteilung des Bundesverbandes der Veranstaltungswirtschaft (idkv) hat eine mit Wirkung zum 1. Januar 2005 in Kraft getretene Änderung des § 12 Abs. 2 Nr 7 a UStG dazu geführt, dass der Wortlaut der neuen Vorschrift eine Begünstigung der Leistungen von Konzert- und Gastspieldirektionen nicht mehr vorsieht.

Der Bundesverband hat zwischenzeitlich Gespräche mit dem Bundesministerium der Finanzen aufgenommen. „Darin wurde bestätigt, dass die Besorgnis der Branche nachvollziehbar wäre, dass die bisher ebenfalls begünstigten Konzert- und Gastspieldirektionen nun nicht mehr unter die Vorschrift fielen“, berichtet Verbandspräsident Jens Michow. Allerdings sei laut Bundesministerium eine inhaltliche Änderung der Vorschrift nicht beabsichtigt gewesen. Das Ministerium habe daher zugesagt, dass es kurzfristig eine klarstellende Änderung geben werde.

Michow weist darauf hin, dass zwar auch die aktuellen, für die Finanzverwaltung – nicht jedoch die Gerichte – verbindlichen Umsatzsteuerrichtlinien nach wie vor festschrieben, dass auch „Tourneeveranstalter“ ebenfalls begünstigt seien. „Angesichts der Tatsache aber, dass bereits in der Vergangenheit bei diversen Finanzämtern die Inanspruchnahme des ermäßigten Steuersatzes durch Konzert- und Gastspieldirektionen nur nach Einschaltung von Steuerberatern und Rechtsanwälten durchgesetzt werden konnte, muss befürchtet werden, dass ohne eine eindeutige gesetzliche Klarstellung die Konzert- und Gastspieldirektionen zukünftig mit noch mehr Problemen rechnen müssen“ warnt Rechtsanwalt Michow. Daher sei es mehr als leichtsinnig, das Problem unter Hinweis auf die Richtlinien zu marginalisieren. Schließlich ginge es nicht lediglich um die Leistungen der Tourneeveranstalter. Auch für die ca. 1.500 Konzert- und Gastspieldirektionen des Landes, die keine Tourneen durchführen, sondern Konzerte als Einzelleistungen verkaufen, müsste eindeutige Sicherheit bezüglich der Anwendung des ermäßigten Steuersatzes geschaffen werden.

Laut Michow müsse bis zu einer Klarstellung durch den Gesetzgeber jede Gastspieldirektion, welche anstatt des Regelsteuersatzes nach wie vor den ermäßigten Steuersatz in Rechnung stellt, mit einer späteren Nachforderung des Finanzamtes rechnen. „Da anderseits der Vergütungsschuldner nur den korrekt in Rechnung gestellten Steuersatz als Vorsteuer beanspruchen kann, ist allerdings auch er auf absolute Klarheit angewiesen, ob ihm nun 16% oder 7% fakturiert werden dürfen. „Ohne eine eindeutige Klarstellung des Ministeriums wird dieser Widerspruch nicht gelöst werden“, so Michow.