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BDV-CHRONIK

TERMINE DER MUSIKWIRTSCHAFT

 

 


VERANSTALTUNGSBRANCHE STELLT SICH NEU AUF
Bundesverband feierte 30-jähriges Verbandsjubiläum

Mit über 170 Mitgliedern und Gästen feierte der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv) am 28. September in Hamburg sein 30-jähriges Verbandsjubiläum mit einem Branchenkongress und einem anschließenden Gala-Buffet. Neben hochkarätig u. a. mit Geschäftsführern von Facebook und Google besetzten Podiumsdiskussionen, Vorträgen von Staatsrat Dr. Horst-Michael Pelikahn zu Hamburgs Olympiabewerbung und von Trendforscher Prof. Wippermann sowie der Vorstellung der Ergebnisse der vom bdv und acht weiteren Verbänden soeben herausgegebenen Musikwirtschaftsstudie, stand die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung. Gewählt wurden (in alphabetischer Reihenfolge): Christian Doll (C2-Concerts), Felix Hansen (Landstreicher Booking), Daniel Rothammer (DEAG), Ulrike Schirrmacher (Berliner Kabarett-Theater „Die Wühlmäuse“), Stephan Thanscheidt (FKP Scorio), Klaus Wollny.

v.l.n.r. Klaus Wollny, Christian Doll, Stephan Thanscheidt, Prof. Jens Michow, Ulrike Schirrmacher, Daniel Rothammer, Felix Hansen (Foto Nadine Lischick)

Höhepunkt des Tages war die Festansprache des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt Hamburg, Herrn Olaf Scholz. Sie leitete ein festliches Bankett in dem ebenso festlich gestalteten uppereast Club des Tagungshotels ein. Bis spät in die Nacht unterhielt sich der Bürgermeister nach seiner Ansprache mit den Mitgliedern des seit 30 Jahren in Hamburg residierenden Verbandes u. a. über ihre Wünsche bezgl. der Vermietungspolitik der Elbphilharmonie, die 2017 eröffnet werden wird. Unter den Gästen waren u. a. CTS-Vorstandsvorsitzender Klaus-Peter Schulenberg und Prof. Peter Schwenkow, Vorstandsvorsitzender der DEAG.


Musikwirtschaftsstudie in Hamburg vorgestellt

Hamburg, 23. September 2015 – Die Verbände der Musikwirtschaft haben sich erstmals in einer Kooperation zusammengeschlossen, um alle marktrelevanten Daten der unterschiedlichen Musikwirtschaftsbereiche zu ermitteln. Die Studie wurde beim Musikdialog am 23. September 2015 in Hamburg präsentiert.

Bruttowertschöpfung Erwerbstätige in Musikwirtschaft

Anteile der Teilsektoren

Musikwirtschaft ist erheblicher Wirtschaftsfaktor

Hamburg – Die Teilbranchen der deutschen Musikwirtschaft haben im vergangenen Jahr insgesamt elf Milliarden Euro umgesetzt. Mit insgesamt 127.000 Selbständigen und Arbeitnehmern übertreffen sie die Erwerbstätigenzahlen jeder anderen Medienbranche. Die Bruttowertschöpfung lag dabei 2014 mit rund 3,9 Milliarden Euro sogar über der von Filmwirtschaft, Radioveranstaltern, Buch- oder Zeitschriftenverlagen. Innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft leistet die Musikwirtschaft damit einen bedeutenden Beitrag zur Einkommensentstehung. Innerhalb der sieben Teilbranchen der Musikwirtschaft wiederum haben die „Musikveranstaltungen“ (27%) und „Musikaufnahmen“ (22%) die höchste Bruttowertschöpfung, gefolgt von den Bereichen „Musikinstrumente“ (19%), „Kreative“ (15%), „Musikunterricht“ (10%), „Musikverlage“ (5%) und „Verwertungsgesellschaften“ (2%).

Dies sind Ergebnisse der Studie „Musikwirtschaft in Deutschland“, die heute im Hamburger Rathaus im Vorfeld des „Musikdialogs“ vorgestellt wurde und mit der nun erstmals fundierte Zahlen des musikwirtschaftlichen Gesamtmarktes mit seinen wichtigsten Teilsektoren vorliegen. Die Untersuchung wurde vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena (IfKWJ) unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Seufert durchgeführt. Auftraggeber sind in Kooperation die wichtigsten Verbände der Musikwirtschaft, Förderer die Freie und Hansestadt Hamburg und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Ob live, auf physischen Tonträgern oder in digitaler Form – Musik ist von enormer wirtschaftlicher Bedeutung. Das wissen wir in Hamburg schon länger, schließlich profitiert unsere Stadt in besonderem Maße z.B. vom Musiktourismus. Der Branche bietet sich mit der Studie die Chance, deutschlandweit als Schlüsselbranche der Kreativwirtschaft wahrgenommen zu werden.“

Brigitte Zypries, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie: „Die Musikwirtschaft ist eine wichtige volkswirtschaftliche Größe innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft in Deutschland, das zeigt diese Studie eindrucksvoll. Gleichzeitig nimmt diese Branche eine Vorreiterrolle im digitalen Wandel ein: Sie wurde als eine der ersten von der digitalen Revolution getroffen und hat gute und erfolgreiche Lösungen entwickelt, an denen sich andere Branchen ein Beispiel nehmen. Die Musikwirtschaft ist damit in zweifacher Hinsicht eine zentrale Teilbranche in der deutschen Kreativwirtschaft.”

Ziel der Studie war es unter anderem, vorhandene Informationslücken in den Daten des statistischen Bundesamtes zur wirtschaftlichen Lage der Selbständigen und Unternehmen der deutschen Musikwirtschaft zu schließen, die Aussagekraft bereits bestehender Studien zu vervollständigen und damit die tatsächlichen Branchenrealitäten abzubilden. Zum anderen sollte erstmals für die gesamte Musikwirtschaft berechnet werden, welchen Beitrag zur Einkommensentstehung und Beschäftigung die Branche absolut gesehen, aber auch im Vergleich zu anderen Medienzweigen leistet. Zu diesem Zweck wurde eine breit angelegte Online-Befragung durchgeführt. Erhoben wurden jeweils Daten zum Aktivitätsspektrum der Unternehmen, zu ihren Gesamterträgen und einzelnen Ertragsarten sowie zu ihren Gesamtkosten und einzelnen Kostenarten im Vorjahr. Bei der Abfrage der Beschäftigtenzahl wurde nach Art des Beschäftigtenverhältnisses differenziert. An der Umfrage zwischen Mitte März und Ende Juni 2015 beteiligten sich rund 1.300 Unternehmen mit Gesamtumsätzen von über fünf Milliarden Euro.

Die Studie steht auf den Websites der herausgebenden Verbände, der Stadt Hamburg und der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung zum Download zur Verfügung:

Pressekontakt:
Position Public Relations // Jochen Enste // Tel.: 0221 / 931 806-23 // jochen.enste@kick-media.de

Downloads:
> PM Musikwirtschaft erheblicher Wirtschaftsfaktor
> Musikwirtschaftsstudie 2015


 Bundesverband lädt zur digitalen Elefantenrunde

Hamburg, 11. September 2015 – Zur Feier seines 30-jährigen Jubiläums lädt der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft (bdv) nicht nur seine Mitglieder sondern die gesamte Veranstaltungsbranche zu einem Kongress nach Hamburg. Höhepunkt der am 28. September 2015 stattfindenden Veranstaltung ist eine Diskussionsrunde mit den maßgeblichen Köpfen internationaler Internetgiganten. Unter dem Thema „Digitale Chancen für Veranstalter“ wird NDR-Moderator Jan Hendrik Becker mit den Gesprächspartnern über neue Möglichkeiten der digitalen Vermarktung von Veranstaltungen und Veranstaltungsinhalten sprechen.

Auf dem Podium sitzen: Joel Berger (Industry Leader Media & Entertainment, Google Deutschland), Maks Giordano (Managing Director, Kreait), Dr. Moritz Hagenmüller (Managing Director Accenture Strategy, Accenture), Martin Ott (Managing Director Northern, Central and Eastern Europe, Facebook) und außerdem Stefan Schulz, der als Pionier und langjährige Führungskraft in der digitalen Entertainment-Wirtschaft nun den bdv beim digitalen Wandel unterstützt, u.a. durch die Erstellung praxisnaher Tarife bei der GWVR.

„Wir sind sehr stolz, eine derart hochkarätig besetzte Diskussionsrunde anbieten zu können“ sagt Prof. Jens Michow Präsident des bdv. „Veranstalter rücken zunehmend in den Fokus der digitalen Vermarkungsplattformen. Als zweitgrößter Wirtschaftszweig der nationalen Entertainmentbranchen bietet insbesondere der Konzertmarkt noch viel ungenutztes digitales Potential.“

Doch auch die weiteren Themen des Kongresses sind nicht weniger spannend: Deutschlands berühmtester Trendforscher, Prof. Peter Wippermann, spricht über den Einfluss digitaler Netzwerke auf Menschen, Medien und Märkte. Hamburgs Staatsrat Dr. Horst-Michael Pelikahn wird über das Zusammenspiel von Kultur und Sport bei den hoffentlich 2024 in der Hansestadt stattfindenden Olympischen Spielen berichten. Und schließlich wird Prof. Dr. Wolfgang Seufert von der Friedrich Schiller Universität Jena die druckfrischen Ergebnisse der von den maßgeblichen Verbänden der Musikwirtschaft in Auftrag gegebenen ‚Vermessung‘ des Wirtschaftszweiges vorstellen. Erstmalig erscheint damit ein vollständiges Zahlen- und Datenwerk zur volkswirtschaftlichen Bedeutung und wirtschaftlichen Gesamtlage der Deutschen Musikwirtschaft.

Schließlich wird bdv-Justiziar Dr. Johannes Ulbricht zu dem derzeit für Konzertveranstalter wohl brennendsten Thema berichten: dem Stand des aktuellen Tarifstreits mit der GEMA und den aus dem laufenden Schiedsgerichtsverfahren resultierenden Konsequenzen.

Den Abschluss der Versammlung bildet für die Verbandsmitglieder das traditionelle Gala-Buffet des Verbandes, zu dessen Beginn Olaf Scholz, der Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, eine Festrede halten wird.

Informationen und Anmeldung zum Kongress unter info@bdv-online.com oder telefonisch unter 040 / 460 50 28.